Über uns

 

                Die Jesuitenkommunität im Abuna-Frans-Haus,

 

                                          Stand April 2026

 

 

 

 

P. Courage Bakasa SJ (Zimbabwe, Provinz Südliches Afrika) März 2021 – jetzt

 

 

 

P. Reginald Nwakolobi SJ (Nigeria, Provinz Afrika Nordwest) April 2025 – jetzt

 

 

 

P. Markus Inama SJ (Österreich, Zentraleuropäische Provinz) März 2026 - jetzt

 

Was ist das Abuna-Frans-Haus?


Im ehemaligen Pfarrhaus der Gemeinde St. Elisabeth im Westen von Essen leben seit 2017 drei Jesuiten und bis zu acht Flüchtlinge aus verschiedenen Ländern, Kulturen und Religionen.

 

Der Name des Hauses stammt von Frans van der Lugt, einem niederländischen Jesuiten, der in Syrien als Priester und Therapeut gearbeitet hat. „Abuna“ ist die arabische Bezeichnung für „unser Vater“. Frans organisierte Wanderungen für Muslime und Christen. Durch die gemeinsame Naturerfahrung wollte er beide Religionen zusammenbringen. Im Jahr 2014 wurde er kurz vor dem Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen in Homs ermordet. Angeregt von ihm sind Muslime und Christen nicht nur in Syrien gemeinsam unterwegs!

 

 

Warum gibt es dieses Projekt?

 

Einige Jesuiten hegten seit dem Jahr 2015 den Wunsch, eine Wohngemeinschaft mit Menschen am Rand zu gründen. Im Jahr 2016 kamen 800.000 Menschen auf der Flucht nach Deutschland. Gemeinsam mit der Ordensleitung wurde entschieden, in Essen eine Wohnmöglichkeit für „allein reisende Männer“ zu schaffen. 

Als Leitmotiv diente ein Spruch aus dem Matthäusevangelium (Kapitel 25): „Dann wird der König zu denen auf seiner rechten Seite sagen: ‚Kommt her! Euch hat mein Vater gesegnet. Nehmt Gottes neue Welt in Besitz, die er euch von allem Anfang an zugedacht hat. Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen‘ …“

Der Jesuit Refugee Service (Jesuiten-Flüchtlingsdienst, JRS) wurde 1980 angesichts der Not vietnamesischer Boat-People gegründet und ist heute als internationale Hilfsorganisation in mehr als 50 Ländern aktiv. In Deutschland ist der Jesuiten-Flüchtlingsdienst für Asylsuchende, Abschiebungsgefangene und Flüchtlinge im Kirchenasyl tätig und setzt sich für sog. Geduldete und Menschen ohne Aufenthaltsstatus („Papierlose“) ein. Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Seelsorge, Rechtshilfe und politische Fürsprache.

Vernetzung


Dreimal im Jahr treffen wir uns mit unseren Kolleg*innen des
Jesuitenflüchtlingsdienstes Deutschland zum Gespräch über die Arbeit mit den Geflüchteten. Wie können wir politisch wirken? Welche Integrationsmaßnahmen versprechen Erfolge? Welche Gesetze sind neu und wie zu verstehen?

Unser Jesuitenorden hat einen seiner Schwerpunkte des Engagements im weltweiten Dasein für und mit Geflüchteten. In Afrika und Asien sind wir in den großen Flüchtlingslagern tätig.

 

Vor Ort haben wir Kontakte zur Caritas und Diakonie, unterstützen „Pro Asyl“ und organisieren Rechtsanwälte. Soweit wir können, gehen wir mit zu den Asylverfahren, dem Jobcenter und der Arbeitsagentur. Die Pfarrgemeinde St. Antonius und die
Stadtteilsozialarbeiter wissen um uns und helfen uns bei unseren Fragen.